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Koi Bad & Sauna

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Kombibad: Die ersten Bahnen im neuen Homburger Schwimmbad

Das Kombibad ist seit Samstag offiziell eröffnet. Für den Betreiber bedeutet das jedoch noch nicht, sich entspannt zurücklehnen zu können. Denn wie üblich bei solchen Großprojekten, sind noch etliche Arbeiten zu erledigen, muss an so mancher Stellschraube noch gedreht werden.

Samstagmorgen, kurz vor 10 Uhr. Seit knapp zwei Stunden hat das neue Homburger Kombibad Koi an der Kaiserslauterer Straße an seinem ersten Tag geöffnet. Im Bad herrscht Ruhe, einige Schwimmer ziehen ihre Bahnen. Von einem ersten Ansturm kann keine Rede sein.

Für Gregor Korda, den Geschäftsführer der Wasserwelt Homburg GmbH, kommt das aber nicht überraschend. „Es ist der Samstag vor dem vierten Advent, da sind viele noch mit Weihnachtseinkäufen beschäftigt.“ Dem kann sich Korda selbst nicht widmen, seine ganz Aufmerksamkeit gehört an diesem Eröffnungssamstag dem Kombibad samt Sauna, so wie in den zurückliegenden Monaten – im Schnitt an 18 Stunden am Tag. Und so wird es noch eine Weile für ihn bleiben, mit einer kurzen Unterbrechung an Heiligabend. Die Nacht zwischen Einweihung am Freitag (wir berichteten) und offizieller Öffnung am Samstag sei kurz gewesen. „Im Prinzip haben wir die ganze Nacht durchgearbeitet. Denn bei der Einweihung waren 320 Gäste mit ihren Straßenschuhe hier im Bad. Da mussten wir natürlich alles noch mal sauber machen.“ Doch damit sei es nicht getan gewesen, erzählt Korda. „Man kommt natürlich in alle Winkel und Ecken. Und hier und da muss immer was korrigiert werden.“

Kleinere Schwierigkeiten wie ein defektes Drehkreuz gehören an diesem ersten Morgen zum Charme der Kombibad-Premiere. Doch das werde sich alles einspielen, zeigt sich Korda sicher. Und dafür gibt es auch einen Zeitplan. „Das Personal wird rund zwei Wochen brauchen, bis alles rund läuft. Die Feinjustierung der Technik wird rund sechs Monate benötigen. Und bis die komplette Anlage optimiert ist, wird es ein Jahr dauern.“ Korda weiß, wovon er spricht, war er doch schon Geschäftsführer des Saarbrücker Calypso.

Im Gespräch mit unserer Zeitung stellt sich der Koi-Chef auch der öffentlichen Kritik, die Öffnungszeiten des reinen Hallenbad-Betriebs im Winter seien mit einer Zeitspanne von 8 bis 13 Uhr am Sonntag zu kurz bemessen. „Wir haben eins zu eins die Öffnungszeiten des alten Homburger Hallenbades übernommen.“ Das stimmt, wie eine Recherche auf der Internetseite der Stadt Homburg ergibt. Ob diese Zeiten in der Zukunft Sinn machen, wolle man prüfen, sagt Korda zu. „Wir werden sehen, wie sich das einspielt. Und wenn das zu optimieren ist, dann werden wir das tun.“

Während sich Korda den Fragen unserer Zeitung stellt und zeitgleich den Ablauf des Badebetriebs im Auge behält, erkunden die Premieren-Gäste das neue Bad. Auch der knapp dreieinhalb Jahre alte Colin mit Papa Andreas. Gefragt, ob er schon mal im großen Becken gewesen sei, erzählt Colin in einem süßen Mix aus Deutsch und Englisch: „Nein, das ist zu deep, zu tief, ich kann noch nicht schwimmen“. Papa Andreas lacht: „Er wächst zweisprachig auf“, klärt er auf. Dann geht's gemeinsam zum Foto-shooting ins Aqua Kadabra, dem Angebot für die ganz kleinen Gäste. Die Rutsche dort sei zwar „zu langsam“ erzählt Colin, seinen Spaß hat er dann aber doch – so wie hoffentlich die rund 200 000 bis 220 000 Gäste, die die Betreiber übers Jahr im Kombibad und der Sauna-Landschaft erwarten. SZ, 22.12.14